Team Germany ganz vorn
Das Beste am Teamkampf der Junioren und Jugend war bis jetzt immer die Vorstellung der Teams, bei der sie bewiesen, dass sie nicht nur gut tanzen, sondern auch eine gute Show bieten können. Diese Anforderung scheint sich zu der Generation, die in diesem Jahr am Start war, nicht herumgesprochen zu haben. Immerhin zwei Teams fielen aus dem Rahmen. Das tschechische Team eröffnete die Reihe der Präsentationen mit einem Volkstanz in entsprechender Kleidung – allerdings wollten die Aktiven nicht auf ihre Tanzschuhe verzichten, was einen reizvollen Kontrast vor allem bei den Damen zu der eher bäuerlichen Kleidung bot.
Bei Moldawien schien die Kreativität mit den schwarzen Hüten erschöpft, die von den Damen beim Einmarsch getragen wurden. Die Damen – ganz in schwarz – tanzten zunächst allein zu dem Titel „Fever“, dann wechselte die Musik und die Herren in T-Shirts mit Übergröße gesellten sich dazu. Drei Kinder und ihr „Teamchef“ durften am Ende auch noch ein bisschen mittanzen.
Die Rumänen betraten, angestrahlt von ihren Handy-Lämpchen, als drittes Team die Fläche. Ein ziemlich unmelodischer Klingelton gab das Signal zum Tanzen – erst die Latein-, dann die Standardpaare. Es wirkte alles etwas elegisch, kam aber beim Publikum gut an.
Zum ersten Mal war die Türkei dabei und hob sich farbenfroh von dem Schwarz der anderen Teams ab. Die Damen trugen quietschgrüne Fransen-Hoseneinteiler und hatten ausreichend Zeit, sich zu präsentieren, bevor auch die Herren mitmachen durften und noch etwas Paartanzen geboten wurde.
Das deutsche Team war von einem Spitzenchoreographen auf seinen Auftritt vorbereitet worden. Der Formationsexperte Roberto Albanese hatte in kurzer Zeit die vier Paare zu einer Mini-Formation werden lassen, die viele typischen Formationsbilder und -figuren präsentierte mit vielen Partnerwechseln – sicher die tänzerisch anspruchsvollste Vorstellung in diesem Ländervergleich.
Auch beim anschließenden „Turnier“ über Zehn Tänze zeigte das deutsche Team seine Qualität und gewann schließlich mit einem hauchdünnen Vorsprung von einem Punkt. Nach vielen sieglosen Jahren stand somit Team Germany ganz vorn im internationalen Vergleich.
1. Deutschland 111,5
2. Moldawien 112,5
3. Rumänien 114,0
4. Türkei 157,5
5. Tschech. Republik 165,0
Sponsoren